position alltag Ein Überblick zum Thema, seinem Hintergrund und worauf die Diskussion abzielt. Text: Gabu Heindl
position alltag Ein Überblick zum Thema, seinem Hintergrund und worauf die Diskussion abzielt. Text: Gabu Heindl
Am 15. März 06 startet die aktuelle Programmreihe des HDA. ifau und Jesko Fezer aus Berlin stellen ihr Siegerprojekt des Wettbewerbs „Revitalisierung des Palais Thienfeld“ vor. Das Palais Thienfeld wird ab Herbst 2007 die neue Adresse des HDA sein. Darüber hinaus präsentiert der neue Vorstand, bestehend aus Markus Bogensberger, Danijela Gojic, Edgar Hammerl, Gabu Heindl und Gernot Ritter den inhaltlichen Schwerpunkt der Jahre 2006 und 2007, zusammengefasst unter dem Titel „position alltag“. Ab 22 Uhr beginnt die Party mit Disk-Jockey Drehli Robnik, Musikbestrahlung & Videotapete der schönsten Architekturmodelle aus 75 Jahren Kino.
Mit dem Um- und Zubau des A-Gebäudes wird die Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen der Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz in ein neues Qualitätsdomizil einziehen. Die attraktive baulich-architektonische Lösung für den Zu- und Umbau wurde im Rahmen eines EU-weiten Architektenwettbewerbes gesucht. Besondere Herausforderung stellte die bestmögliche Symbiose aus Funktionalität und architektonischer Harmonie des denkmalgeschützten Gebäudes dar. Sämtliche 24 Architekturkonzepte überzeugten mit überaus interessanten und markanten Lösungen. Im Rahmen der Ausstellung werden die eingereichten Arbeiten auf breitem Raum präsentiert.
Das HDA schafft ein kreatives Start Up Office für Hochschul- und Fachhochschul-AbsolventInnen aus den Bereichen Architektur, Design und Bauen und stellt zehn Arbeitsplätze mit entsprechender Infrastruktur zur Verfügung. Zu Beginn des neuen Jahres werden die ehemaligen Prachner - Räumlichkeiten einer neuen Nutzung zugeführt: als Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit wird AbsolventInnen ein eingerichteter temporärer Arbeitsplatz mit kompletter Infrastruktur, LAN-Anschluss, Besprechungsbereich, etc. gegen einen Unkostenbeitrag zur Verfügung gestellt. In professionellem Ambiente kann sowohl Erfahrungsaustausch betrieben werden, als auch der Grundstein für die Selbständigkeit gelegt werden. Ziel ist es, einen Raum für architektonisches Schaffen zu eröffnen, um den professionellen Austausch zu fördern.
Das Haus der Architektur konzipiert für 2004/2005 eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Ort“ – also jener Dimension der Planungsarbeit, die in typologischer, funktionaler, formaler, materialmäßiger und gesellschaftlicher Hinsicht auf lokal gegebene Bedingungen mit dem Ziel reagiert, die nachhaltige Entwicklung humaner bis komfortabler Lebensbedingungen einer überblickbaren und selbstbestimmten Region (sei es eine urbane Agglomeration oder ein ländlicher Bezirk) möglichst unabhängig von globalen Einflüssen architektonisch zu fördern. Diese Zielsetzung ist derzeit eines der zentralen Themen der aktuellen internationalen Architekturdebatte und sollte daher auch einige Aufmerksamkeit für das in Zusammenarbeit mit Dr. Matthias Boeckl (Chefredakteur „architektur.aktuell“) entwickelte Programm generieren. Grundlagen Eine der vielfältigen Auswirkungen der Globalisierungsdebatte ist die Suche nach „best practices“ zur Erhaltung regionaler Selbstbestimmung – vor allem auch in der Kultur, die wesentlich vom Baubetrieb einer Region mitformuliert wird und sie ausdrückt. Dieses Streben nach Autonomie hat in den erfolgreichen Beispielen – sei es die intakte Kultur bestimmter ländlicher Regionen Europas oder eine funktionierende Großstadtkultur, beziehungsweise (oppositionelle) Teilkulturen, die zur Sanierung des Ganzen angetreten sind – nichts mit traditionalistischer Abschottung und Innovationsskepsis zu tun, sondern bezieht im Gegenteil ihre Instrumente gerade aus dem internationalen Erfahrungsaustausch. Die Globalisierung stellt so gesehen auch die Werkzeuge zur Abfederung ihrer eigenen Defizite zur Verfügung. Und das ist seit Anbeginn der Moderne so. Schon die nationalromantischen Strömungen der Zeit um 1900 versuchten, länderübergreifende Allianzen zu schmieden – jedoch unter dem Emblem nationalistischen Eigensinns, eine Haltung, die – so viel kann man heute sagen – wenig zur Entstehung längerfristig funktionierender regionaler, selbstbestimmter, aber auch weitgehend autarker Kulturen beigetragen hat. Im Gegenteil, gerade jene erfolgreichen städtischen oder ländlichen Regionalkulturen, die wir heute auf dem Gebiet der Architektur bewundern (etwa Vorarlberg, London, Katalonien oder das Tessin), haben ihre Innovationen stets durch die Verbindung einer gewachsenen lokalen Bautradition mit jenen präzise ausgewählten Elementen überregionaler Strömungen entwickelt, die in der eigenen Kultur brauch- und anwendbar waren und erst damit zum sozialen Fortschritt beitragen konnten. Es kommt also auf die kritische Redaktion dessen an, was man aus dem Weltgeschehen auf das lokale überträgt. Und globale Änderungen sind die Summe vieler lokaler Entwicklungen. Zielsetzung In diesem Sinne unternimmt es das Programm, sich kritisch mit einer Reihe erfolgreicher Architekturregionen zu befassen, die heute besondere Aufmerksamkeit der internationalen „architectural community“ genießen. Gesucht werden dabei nicht romantische Rebellen, sondern praktisch bewährte, nachhaltig wirkende Baukulturen, die positive Veränderungen eher am Ort ihrer Intervention als im abstrakten internationalen Theoriediskurs anstreben. Solche funktionierenden „örtlichen“ Architektursysteme können wir gleichermaßen in Städten und Landregionen antreffen, Architekturqualität ist keine Frage des Standorts, sondern von Haltungen und Produktionsbedingungen. Die Veranstaltungsreihe setzt es sich zum Ziel, aus sechs Präsentationen von je einem praktizierenden Architekten und einem begleitenden Theoretiker wertvolle Informationen zu Arbeitstechniken solcher qualitätsorientierter, die Welt als Ausgangspunkt und den Ort als Ziel interpretierender Architektursysteme zu beziehen. In moderierten Diskussionen sollen konkrete Vergleichbarkeiten und nachvollziehbare Techniken vermittelt und damit ein vor allem praktischer Nutzen für Planer geschaffen werden. Nach Ende der Veranstaltungsreihe werden die Ergebnisse im hauseigenen Verlag publiziert.
HDA Dokumente zur Architektur 19/20
15 Jahre Transit präsentiert zeitgenössische ungarische Architektur in einem außergewöhnlichen Rahmen. Die Ausstellung ist eine Art multimedial aufbereitete Studie über das aktuelle Architekturschaffen in Ungarn – eine audiovisuelle Soziologie bestehend aus Interviews und Projektpräsentationen projiziert auf Videoscreens. Die Besucher können die Projektionen wie einen Film betrachten, oder aber in dem von mächtigen, fluoreszierenden Leinwänden gebildeten Raum umherwandern, als Teil der Ausstellung selbst. Die Ausstellung wird von Günther Zsolt und Hans Gangoly eröffnet.
Innovationsvortrag FARBIGES LICHT IN DER ARCHITEKTUR von Prof. Dr.-Ing. P.W. Schmits (Semperlux AG., Berlin). Im Anschluss: Buffet Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um Anmeldung bis 14.11.2005 unter Tel. 01/615 46 90. Vielen Dank.
HDA Dokumente zur Architektur 19/20
Jährliche Publikation über das akutelle Architekturschaffen in der Steiermark
Zum sechsten und letzten Mal findet im Haus der Architektur ein Vortrag der zweijährigen Programmreihe ORT statt. Thematischer Abschluss bildet Australien. Es sprechen die Theoretikerin Viviane Stappmanns und der Architekt Simon Knott. Gleichzeitig wird das Buch „ORT“- Dokumente zur Architektur 19/20 präsentiert, welches die Programmreihe dokumentiert und erweitert.
22 Architekturstudenten der TU Graz bauen einen Kindergarten in Südafrika und präsentieren im Rahmen des Spielraums 03 ihre Entwürfe im Haus der Architektur.
Zum vierten Mal stellt das HDA "Spielraum" zur Verfügung. Studierenden der Architektur und interdisziplinären Teams wird das Dachgeschoss des HDA als Kreativraum zur Verfügung gestellt, der mit eigenen Ideen gefüllt werden kann. Möglich sind Ausstellungen, Diskussionsrunden, Präsentationen, Installationen, Performances etc. Bewerbungen sind bis 23. Oktober möglich.