Preisträger Landesbaupreis 2016

Preisträger

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PROGRAMM PRESSE

Landesbaupreis Kärnten 2016 
Projekterläuterungen der Juroren Architekt Sven Matt,  Architektin Donatella Fioretti und Architekt Armando Ruinelli

ANERKENNUNG - KÄRNTNER LANDESBAUPREIS 2016:



Paarturm Pörtschach am Wörther See
Planer: Architekturbüro Hohengasser / Wirnsberger
Bauherr: Karoline und Christian Rohrmoser
 
Miteinander statt nebeneinander.
Ein Zimmermann mit einem Bauplatz wünscht sich zwei Wohnungen mit viel Aussicht und viel Holz. Die einfache Antwort: Zwei Häuser, für zwei Familien, in die Höhe gebaut und in Holz konstruiert. Über Treppe und Hebebühne zusammengespannt organisieren sich auf jeweils vier Geschoßen die Wohnräume beider Familien. Nach Funktionen geschichtet, bieten die Türme sowohl den begehrten Blick in die Landschaft, als auch den notwendigen, privaten Rückzugsraum.  
 
Die Typologie des Turmhauses ist an sich keine neue Erfindung, schafft jedoch für diesen Ort einen überraschenden Mehrwert. Durch geschickte Ausreizung der Bebauungsvorschriften generiert die enge Stellung und leichte Versetzung der Baukörper gemeinschaftliche Außenräume mit einer erstaunlich dichten Atmosphäre - die Bezeichnung „Paarturm“ passt.
 
Als Paar bilden beide Türme mit gemeinsamem Vorplatz und Garten ein eigenes kleines Ensemble im ansonsten konturlosen „Siedlungsbrei“ - ein vertrautes Miteinander, statt dem üblichen, anonymen Nebeneinander. Trotz unterschiedlicher Ausrichtung und „Frisur“ - einmal Satteldach und einmal Flachdach - werden beide Türme über den Baustoff Holz formal weiter zusammengebunden. Das Holz ist hier aber nicht nur modische Tapete, sondern in seiner konsequenten Verwendung ein sichtbares Votum für Regionalität und Handwerklichkeit - in Fichte konstruiert und mit Lärche ergänzt, alles unbehandelt, roh, fühlbar, riechbar, aus dem Holzland Kärnten und nicht von irgendwoher.  

Weiter Infos zum Projekt PaarTurm finden Sie auch bei nextroom.at.

ANERKENNUNG - KÄRNTNER LANDESBAUPREIS 2016:



Pfarrzentrum Glanhofen, Dorfplatz Glanhofen, Feldkirchen
Planer: bauraum. Architekten, Dipl. Ing. Helmut Dominikus und Dipl Ing. Ralf Mikula 
Bauherr: röm.-kath. Pfarren Glanhofen und St. Nikolai, Diözese Gurk-Klagenfurt

Sehr positiv in den Augen der Jury wird die Tatsache aufgenommen, dass zwei Pfarreien sich ein Gemeinschaftshaus bauen. Das Gebäude entwickelt sich parallel zur Straße und zum Kirchenschiff. Gegen Außen tritt es als monolitischer Körper aus Beton in Erscheinung. Die sägerauhe Schalung gibt der Fläche eine im Licht vibrierende Struktur, die sich am Verputz der nahen Friedhofsmauer anlehnt. Der Verzicht auf blecherne Einfassungen und Abdeckungen unterstreicht die architektonische Haltung und lässt das Gebäude „aus einem Guss“ erscheinen.  Die Anbindung an den Pilgerweg durch eine große einladende Öffnung ist gelungen und die angeschrägten Wände Richtung Eingang wirken einladend.

 Weiter Infos zum Projekt  Pfarrzentrum Glanhofen finden Sie auch bei nextroom.at.