Erst [hin-]sehen, dann zeichnen: Ausstellung im zt:haus, Stadt erkunden – und dann ab aufs Papier. In der Ausstellungserweiterung zum Thema Infrastruktur schärft sich der Blick für all jenes, das im Alltag oft übersehen wird. Danach geht’s hinaus in die Stadt – zu Brunnen und Wasser im Stadtraum – und direkt zum Zeichnen: Eindrücke werden im Workshop ganz persönlich aufs Papier gebracht. So entstehen Skizzen, die mehr zeigen als nur das Offensichtliche. Denn Zeichnen heißt auch: Tempo rausnehmen, den Blick schärfen und sich auf einen Ort einlassen. Linie für Linie entsteht ein eigener Zugang – aufmerksam, unmittelbar und individuell. Vorkenntnisse? Nicht nötig. Neugier genügt. Ein Angebot für alle, die Lust haben, genauer hinzusehen – und das Gesehene auf ihre eigene Weise festzuhalten.
Der Spielfilm ist eine ebenso witzige wie scharfsinnige Beobachtung des Lebens in der modernen Stadt – fast ohne Dialog, dafür voller Details. Im Zentrum steht Monsieur Hulot, der sich durch ein futuristisches, modernes Paris aus Glas, Stahl und endlosen Rasterstrukturen bewegt. Rolltreppen, Bürofluchten und standardisierte Räume werden zum Labyrinth, in dem Orientierung plötzlich gar nicht mehr so einfach ist – und Begegnungen eher zufällig passieren. Eine klassische Handlung? Fehlanzeige. Stattdessen reiht sich eine Szene an die nächste und zeigt, wie Menschen mit einer perfekt organisierten, aber oft irritierenden Umgebung umgehen. Gerade weil alles reibungslos funktioniert, entstehen die besten (und absurdesten) Momente. Mit viel Humor und feinem Blick macht PlayTime sichtbar, was den Alltag sonst im Hintergrund hält: die Infrastrukturen, die Bewegung, Begegnung und Zusammenleben steuern – und dabei auch Distanz schaffen können. Ein Film, der auch heute noch verblüffend aktuell wirkt – und auf unterhaltsame Weise zeigt, wie sehr unsere gebaute Umwelt bestimmt, wie wir uns begegnen.
Wasser, das Strom macht – und Geschichte schreibt: Diese Tour nimmt mit auf eine Reise durch die Anfänge der Wasserkraft und zeigt, wie aus alpinen Ressourcen eine der wichtigsten Energiequellen von heute wurde. Vom ersten großen Wurf am Forstsee bis zu hochkomplexen Kraftwerksanlagen im Mölltal: Hier wird sichtbar, wie aus Wasser ein fein abgestimmtes System entsteht, das ganze Regionen versorgt. Stauseen, Druckleitungen, Stollen und Kraftwerke greifen ineinander – ein beeindruckendes Zusammenspiel von Natur, Technik und Ingenieurleistung. Mit dabei: das historische Kraftwerk Forstsee, einst Pionier der Stromversorgung, heute auch Ort für Kunst und Erholung. Und die Kraftwerksgruppe Fragant, ein echtes Rückgrat der Energieversorgung in Kärnten. Zum Abschluss geht’s in die Stadt: Die Zentrale der KELAG in Klagenfurt zeigt, wie sich Energie auch architektonisch ausdrückt – als markantes Gebäude der Moderne mit klarer Form und technischer Eleganz. Eine Tour für alle, die wissen wollen, woher der Strom kommt – und wie viel Infrastruktur dahintersteckt.
Die Koralmbahn bringt Klagenfurt und Graz näher zusammen – und eröffnet neue Möglichkeiten des Miteinanders. Im Rahmen der Architekturtage 2026 wird diese Verbindung erfahrbar: Der Zug wird zum Denkraum für Austausch und neue Perspektiven, während in Klagenfurt ein Stadtspaziergang soziale Infrastruktur sichtbar macht. Ausstellung, Kulinarik und ein Quiz laden zum mitmachen ein, bevor es zurück geht nach Graz - mit neuen Eindrücken. Eine [Kurz-]Reise die zeigt, wie Infrastruktur Regionen, Menschen und Ideen verbindet.


































