»Was uns verbindet – Infrastrukturen des Alltags«
Architekturtage 2026 - Festival für Baukultur und Ingenieurtechnik, RadiotagLivesendung und -übertragung:
Radio Kärnten
Sendefrequenz:
104,9 MHz (Villach/Klagenfurt) | 104,3 MHz (Wolfsberg/Völkermarkt) |
107,4 MHz (Spittal a. d. Drau)
Online im Webstream: https://kaernten.orf.at/player
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Dieses Format verbindet die Architekturtage – Das Festival für Baukultur und Ingenieurtechnik – mit dem Medium Radio und eröffnet einen erweiterten Resonanzraum, in dem Infrastrukturen als Grundstruktur des Alltags hörbar werden. Im Zentrum des diesjährigen Themas »Was uns verbindet – Infrastrukturen des Alltags« steht ein offener, vielschichtiger Zugriff auf jene Systeme, die unser Zusammenleben ermöglichen. Es wird danach gefragt, wie Infrastrukturen unsere Umwelt formen und den Alltag strukturieren – oft unbemerkt, aber von grundlegender Wirksamkeit.
Infrastrukturen des Alltags – das [un-]sichtbare formt [Um-]Welt und Gesellschaft Unter der Oberfläche des Alltäglichens verläuft ein dichtes Geflecht aus Wegen, Leitungen und Räumen. Es ist dieses Gefüge, das Bewegung ermöglicht, Versorgung sichert und Austausch organisiert – und damit das gesellschaftliche Zusammenleben erst hervorbringt. Infrastruktur ist kein Hintergrund. Sie ist Bedingung.
Was meist unsichtbar bleibt, ist zugleich hoch wirksam. Infrastrukturen strukturieren Wahrnehmung und Handlungsspielräume, sie ordnen Zeit, Raum und Beziehungen. Sie legen fest, was verbunden ist – und was nicht. In ihrer Selbstverständlichkeit entziehen sie sich oft der Aufmerksamkeit; in ihrer Störung werden sie plötzlich sichtbar, sind spürbar.
Als gestaltete Systeme sind Infrastrukturen Ausdruck von Entscheidungen. Sie materialisieren politische, ökonomische und kulturelle Prioritäten und schreiben sich in Landschaften ebenso ein wie in soziale Gefüge. Zwischen Straße und Datenleitung, zwischen Wasserführung und Bildungszugang entfaltet sich ein Kontinuum, das Natur und gebaute Umwelt, Technik und Gesellschaft untrennbar miteinander verschränkt.
Infrastrukturen sind dabei nie abgeschlossen. Sie sind in permanenter Transformation begriffen – diese altern, werden überlagert, erweitert, erneuert. Jede Generation schreibt sie fort, passt sie an, hinterfragt deren Gültigkeit und Aktualität. Infrastruktur ist Prozess, nicht Objekt.
Infrastruktur kann daher nicht allein als technische Voraussetzung verstanden werden, sondern als räumliche, soziale und kulturelle Praxis. Das Architektur Haus Kärnten rückt jene ins Zentrum, die planen, entwerfen, betreiben und nutzen – und eröffnet zugleich die Frage nach Verantwortung, Zugang und Teilhabe.
Was uns verbindet – oder was uns trennen kann – ist somit nicht allein das Vorhandensein von Infrastruktur, sondern die Art und Weise, wie sie gedacht, gestaltet, geteilt und realisiert wird. Die Betrachtung dieser Systeme ist immer auch eine Reflexion darüber, wie eine Gesellschaft organisiert ist – und welche Möglichkeiten ihre zukünftige Gestaltung eröffnet. Sie betrifft nicht nur das Individuum, sondern vor allem das Gemeinwesen als Ganzes: Fragen von Zugang, Teilhabe und Verantwortung treten ebenso in den Vordergrund wie jene nach Gerechtigkeit, Resilienz und kollektiver Handlungsfähigkeit.
Senden. Empfangen. Verbinden.
Radiotag als Raum des Zuhörens, Sprechens und kollektive Versuchsanordnung
Am 29. Mai 2026 verdichtet sich diese Auseinandersetzung zu einem öffentlichen Resonanzraum. In Kollaboration mit dem Radio Kärnten wird das Architektur Haus Kärnten selbst zur Infrastruktur: ein Ort des Sendens und Empfangens, des Zuhörens und Sprechens.
Gespräche, Stimmen und Positionen werden vor Ort im Architektur Haus Kärnten abgehalten und von 09:00 bis 19:00 Uhr live auf Radio Kärnten übertragen. Ein kontinuierlicher Fluss von Perspektiven entsteht – flüchtig und zugleich verbindend.
Der Radiotag versteht sich als Einladung zur Versuchsanordnung: Infrastruktur nicht nur zu thematisieren, sondern sie als Medium erfahrbar zu machen und die Systeme unseres Alltags neu sowie bewusst wahrzunehmen.
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Teilnehmer: innen & Gesprächspartner: innen:
[Änderungen vorbehalten]
- Architektur Haus Kärnten
Leiterin: Dr.in techn. Sigrid Prinz, Mitarbeiterin: Mag.a Astrid Langer
- Architektur_Spiel_Raum_Kärnten & Landschaftsplanerin
DIin Lena Uedl-Kerschbaumer
- Carinthischer Sommer Festival GmbH
Intendantin: Mag.a Nadja Kajali
- Community Queerinthia
- Gemeinnütziger Verein Lendhauer – Zeitgenössische Kunst und Kultur im öffentlichen Raum
- Stadtplanung Klagenfurt
Sachbearbeiterin: Laura Ball, BSc MSc
- Stadtgärten Klagenfurt
Stadtgartendirektor: DI Heinz Blechl
- Stadtwerke Klagenfurt
- Kärnten Werbung Marketing & Innovationsmanagement GmbH
(Offizielles Tourismusportal des Landes Kärnten), Geschäftsführer: Mag. Klaus Ehrenbrandtner
- Ziviltechnikerkammer für Steiermark und Kärnten
Präsidium: Vizepräsidentin Architektin DIin Barbara Frediani-Gasser
Sektion Zivilingenieur: innen, DI Helmuth Wackenreuther
- u.a.
Radio Kärnten, ORF Landesstudio Kärnten: Programmchef & Moderation: Martin Weberhofer
Detaillierte Sendezeiten, Programm sowie weitere Teilnehmer: innen folgen...
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Links & weitere Informationen:
https://architektur-kaernten.at
https://kaernten.orf.at/radio/
https://www.architektur-spiel-raum.at
https://www.lenaplant.at
https://carinthischersommer.at
https://www.queerinthia.com
https://www.lendhafen.at
https://www.kaernten.at
https://www.klagenfurt.at/introduction
https://www.stadtgarten.at
https://www.stw.at
https://www.ztkammer.at
https://frediani.at
https://www.geos.at